…und noch weiter gen Osten.
Nun sind wir doch länger in Warnemünde „Hohe Düne“ geblieben als angedacht. Aber für eine Weiterfahrt Richtung Schweden direkt oder noch über Rügen war die Windrichtung und -stärke über Tage für uns nicht günstig.
So haben wir mit unseren Rädern Rostock, Graal-Müritz und ein Stück des Ostsee-Fernradwegs Richtung Heiligendamm erkundet. Über die Pfingsttage war aber verdammt viel Rummel in den Orten, am Strand und auch auf den Wegen. Es war an der Zeit aufzubrechen.
Wir erwägten kurz mit einem ersten Schlag bis Barhöft (im Kubitzer Bodden) und dann weiter über Stralsund an die Ostseite von Rügen zu kommen. Aber wir hatten für diese engen flachen Gewässer keine entsprechenden Unterlagen dabei. Also verworfen.
Unser Wunsch war Lohme oder Glowe auf Rügen anzusteuern und von dort dann nordwärts nach Schweden zu segeln.
Pfingstmontag wurde Reisetag. Die Wettervorhersage (primär von Windfinder und DWD gespeist) sagte für den Nachmittag NO 4-5 Bft und später nachlassend, weiter über Nord auf Ost drehend.
Mittlerweile hatten wir uns auf den Hafen Glowe eingestellt, denn dort ist die Versorgungslage (Tankstelle, Supermarkt, Waschmaschine) gut.
Um 14 Uhr werfen wir die Leinen los und kreuzen mit gerefften Segeln mit Kurs gen Darßer Ort. Aber wir machen wenig Höhe und 4 Stunden später lässt der Wind nach. So kommen wir nicht voran. Wir werfen den Motor an und Kaline gleitet gemächlich über ruhiges glattes Wasser an Darßer Ort vorbei und weiter bis Höhe Hiddensee. Dann mal wieder segeln, aber nach einer Stunde versieht der Motor wieder seinen Dienst.
Nach Kap Arkona legen wir den Kurs auf den Hafen Glowe an und es weht Wind. Die verbleibenden 7sm legen wir unter Vorsegel zurück. Um 8.30 Uhr machen wir im Hafen fest. Ein kleiner, feiner Hafen mit einem netten Hafenmeister.
Wir haben 18,5 Std. (davon knapp 12 Std. unter Maschine) und wieder eine Nachtfahrt hinter uns.
Jetzt erst einmal sortieren, ausruhen und es uns gut gehen lassen.
